
Seit ihrem gemeinsamen Studium in Bonn sind sie befreundet und in diesem Jahr feiern unsere Senatoren, die langjährigen Pfarrer von St. Alban und St. Michael, Prof. Gerhard Herkenrath und Dr. Winfried Hamelbeck ihr goldenes Priesterjubiläum mit einer heiligen Messe am 1. Fastensonntag „Incovabit“ in St. Gereon.
Wenn drei Tage nach Aschermittwoch, zwei Blaue Funken ihr Priesterjubiläum feiern, könnte dies auch als ein wenig symbolisch für die enge Beziehung zwischen Kirche und Karneval sein. Diese Beziehung beschrieb Gerhardt Herckenrath einmal so:“ „Die Kölner können das gar nicht so genau unterscheiden - den Karneval und die Katholische Kirche, sowohl zu Fronleichnam als auch am Rosenmontag heißt es: D’r Zoch kütt!“
Die Hauptpersonen wären nur andere, in dem einen Zug der Oberhirte, im anderen der Prinz Karneval. Die Kommentare der Zuschauer auf den Bürgersteigen seien aber die selben: «Nee, watt hätt der sich fein gemaht, watt ene staatse Kääl!»
Gerhard Herkenrath und Winfried Hamelbeck sind seit 1985 Mitglieder in Senat der Blauen Funken und über die Jahre für viele Funken zu Freuden geworden.
Als unser Regimentspfarrer zelebriert Gerhard Herkenrath die jährliche Regimentsmesse „in kölscher Sproch“. Als Priester haben Wilfried Hamelbeck und Gerhardt Herkenrath Mitglieder unserer Funkenfamilie getraut, unseren Nachwuchs getauft und Mitglieder auf ihrem letzten Weg begleitet. Aber natürlich nicht nur Funken waren sie Beistand. „Wir sind für die Leute da. Und für die Leute tun wir alles“. Das ist ihr Selbstverständnis als Seelsorger.
Die Türen von St. Michael und St. Alban standen immer, allen Gläubigen offen. Egal welcher Konfession angehörig, geschieden oder wieder verheiratet.
Ihre Auffassung von Seelsorge deckte sich nicht immer mit der ihrer Vorgesetzten und so blieb es nicht aus, dass es so manche Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit der Bistumsleitung gab.
„Mit einer gehörigen Portion Fröhlichkeit“, so Winfried Hamelbeck, kam es aber immer, bei Kaffee und dem legendären Mohnkuchen, zu einer friedvollen Einigung.
Auch noch heute sind Gerhard Herkenrath und Winfried Hamelbeck Freunde der klaren Worte und kritisieren das, was sie für kritikwürdig halten. Da wo die Kirche nicht menschlich ist, erheben sie ihre Stimme. Wir sind stolz darauf, zwei „Unruheständler“ wie Euch, in unseren Reihen zu haben.